Technik RUNDHOLZ Erdtmann

Speicherofen: Wie funktioniert die Wärmespeicherung?

Speicheröfen nutzen Schamotte und Speckstein zur langanhaltenden Wärmeabgabe. So funktioniert das Prinzip der Wärmespeicherung im Kaminofen.

## Speicherofen: Das Geheimnis langanhaltender Wärme Ein Speicherofen unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Kaminöfen. Während ein klassischer Kaminofen seine Wärme hauptsächlich während des Abbrands abgibt und danach schnell auskühlt, speichert ein Speicherofen die Verbrennungswärme in seiner Masse und gibt sie über viele Stunden gleichmäßig an den Raum ab. Dieses Prinzip der Wärmespeicherung im Kamin macht den Speicherofen zu einer der komfortabelsten und effizientesten Heizlösungen für das moderne Zuhause. ## Das physikalische Prinzip der Wärmespeicherung Die Wärmespeicherung basiert auf einem einfachen physikalischen Grundsatz: Materialien mit hoher spezifischer Wärmekapazität und großer Masse können erhebliche Mengen thermischer Energie aufnehmen, zwischenspeichern und zeitversetzt wieder abgeben. Je dichter und schwerer das Material, desto mehr Wärme kann es speichern. Beim Speicherofen wird die Energie der Holzverbrennung zunächst vom Speichermaterial absorbiert. Nach dem Erlöschen des Feuers strahlt das aufgeheizte Material die gespeicherte Wärme über Stunden kontinuierlich in den Raum ab – ganz ohne weitere Brennstoffzufuhr. ## Schamotte: Der bewährte Klassiker Schamottesteine sind das traditionelle Speichermaterial im Ofenbau. Schamotte wird aus feuerfestem Ton bei Temperaturen über 1.300 Grad Celsius gebrannt und zeichnet sich durch hervorragende Temperaturbeständigkeit und gute Wärmespeicherfähigkeit aus. Das Material kann Temperaturen von über 1.000 Grad standhalten, was es ideal für den direkten Einsatz im Feuerraum macht. Schamotte nimmt die Verbrennungswärme schnell auf und gibt sie über einen Zeitraum von 4 bis 8 Stunden gleichmäßig ab. Viele moderne Speicheröfen verwenden spezielle Schamotteformsteine, die exakt auf die jeweilige Ofenkonstruktion abgestimmt sind. ## Speckstein: Der natürliche Wärmespeicher Speckstein, auch Talkstein genannt, gilt als eines der besten natürlichen Speichermaterialien. Mit einer Dichte von etwa 2,8 Gramm pro Kubikzentimeter speichert er pro Volumeneinheit deutlich mehr Wärme als Schamotte. Ein mit Speckstein ausgekleideter Speicherofen kann nach einer Befeuerung bis zu 12 Stunden lang Wärme abgeben. Der Stein stammt häufig aus finnischen oder brasilianischen Vorkommen und verleiht dem Ofen zudem eine edle, natürliche Optik. Die glatte Oberfläche fühlt sich angenehm warm an und strahlt eine gleichmäßige, milde Wärme aus. ## Wärmeabgabe und Raumklima Die Wärmeabgabe eines Speicherofens erfolgt überwiegend als Strahlungswärme. Diese Form der Wärmeübertragung erwärmt nicht die Luft, sondern die Oberflächen und Gegenstände im Raum, was als besonders behaglich empfunden wird. Die Raumluft bleibt dabei frisch und wird nicht ausgetrocknet. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Konvektionsheizungen, bei denen warme Luft aufsteigt und Staub aufwirbelt. ## Optimales Heizen mit RUNDHOLZ Erdtmann Damit Ihr Speicherofen seine volle Leistung entfalten kann, benötigt er erstklassiges Brennholz. RUNDHOLZ Erdtmann bietet Ihnen ofenfertiges Scheitholz in verschiedenen Längen und Holzarten. Für die optimale Wärmespeicherung empfehlen wir einen intensiven, heißen Abbrand mit trockenem Hartholz – so wird die Speichermasse maximal aufgeladen und Sie genießen stundenlange Wärme aus einer einzigen Befeuerung.
Alle Ratgeber-Artikel
Teilen:

Weitere Ratgeber-Artikel