Technik RUNDHOLZ Erdtmann

Kombination Wärmepumpe und Kaminofen

Die Kombination aus Wärmepumpe und Kaminofen senkt Stromkosten und fängt Spitzenlasten ab. So funktioniert das clevere Hybrid-Heizsystem in der Praxis.

## Warum die Kombination Wärmepumpe und Kaminofen Sinn ergibt Immer mehr Hausbesitzer entdecken die Vorteile einer Wärmepumpe-Kaminofen-Kombination. Während die Wärmepumpe als Hauptheizung den Grundbedarf deckt, springt der Kaminofen an besonders kalten Tagen als unterstützende Wärmequelle ein. Dieses hybride Konzept vereint das Beste aus beiden Welten: automatischen Komfort und die wohlige Strahlungswärme echten Feuers. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach. An milden Wintertagen arbeitet die Wärmepumpe effizient und kostengünstig. Sinken die Außentemperaturen jedoch unter minus fünf Grad Celsius, fällt die Leistungszahl der Wärmepumpe deutlich ab. Genau dann übernimmt der Kaminofen und entlastet das elektrische System spürbar. ## Spitzenlast abfangen und Stromkosten senken Der größte Vorteil der Wärmepumpe-Kaminofen-Kombination liegt in der Reduktion der Stromkosten. Bei extremer Kälte muss eine Wärmepumpe deutlich mehr Strom aufwenden, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Die Jahresarbeitszahl sinkt von typischerweise 4,0 auf unter 2,5 - das bedeutet fast doppelt so hohe Heizkosten pro Kilowattstunde Wärme. Ein wasserführender Kaminofen, der an den Pufferspeicher angeschlossen ist, kann in dieser Situation einen erheblichen Teil der Heizlast übernehmen. Erfahrungsberichte zeigen Einsparungen von 20 bis 30 Prozent bei den jährlichen Stromkosten für die Wärmepumpe. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus entspricht das mehreren Hundert Euro pro Heizsaison. ## Technische Umsetzung: Wasserführender Kaminofen Für eine optimale Wärmepumpe-Kaminofen-Kombination empfiehlt sich ein wasserführender Kaminofen. Dieser gibt einen Teil seiner Wärme direkt an den Aufstellraum ab, während der übrige Anteil - meist 50 bis 70 Prozent - über einen Wärmetauscher in den zentralen Pufferspeicher eingespeist wird. Der Pufferspeicher dient als Bindeglied zwischen beiden Wärmeerzeugern. Die Wärmepumpe und der Kaminofen speisen unabhängig voneinander Wärme ein, die dann bedarfsgerecht an die Heizkörper oder Fußbodenheizung verteilt wird. Eine intelligente Regelung erkennt automatisch, wann der Kaminofen zugeheizt wird, und drosselt die Wärmepumpe entsprechend. ## Auch ohne Wasserführung effektiv Selbst ein einfacher Kaminofen ohne Wasseranschluss kann die Wärmepumpe sinnvoll entlasten. Wird der Aufstellraum durch den Kaminofen beheizt, registrieren die Raumthermostate die höhere Temperatur und reduzieren den Wärmebedarf der Wärmepumpe in diesem Bereich automatisch. In offenen Wohnkonzepten kann ein leistungsstarker Kaminofen so große Teile des Erdgeschosses mitversorgen. Bei RUNDHOLZ Erdtmann liefern wir Ihnen das passende Brennholz für Ihren Kaminofen - trocken, sauber gespalten und in der gewünschten Scheitlänge. So ist Ihr Kaminofen jederzeit einsatzbereit, wenn die Wärmepumpe Unterstützung braucht. ## Planung und Dimensionierung Bei der Planung einer Wärmepumpe-Kaminofen-Kombination sollte die Wärmepumpe so dimensioniert werden, dass sie den Wärmebedarf bis etwa minus fünf Grad Außentemperatur allein decken kann. Der Kaminofen übernimmt dann die Spitzenlast an den wenigen sehr kalten Tagen im Jahr. Ein Pufferspeicher mit mindestens 500 Litern Volumen stellt sicher, dass die Wärme des Kaminofens effizient genutzt wird. ## Fördermöglichkeiten und Genehmigungen Beachten Sie, dass sowohl für die Wärmepumpe als auch für den Kaminofen bestimmte Genehmigungen und Vorschriften gelten. Der Schornsteinfeger muss den Kaminofen abnehmen, und die Emissionsgrenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung müssen eingehalten werden. Informieren Sie sich zudem über aktuelle Förderprogramme, die hybride Heizsysteme besonders unterstützen können.
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