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Holzvergaserkessel: Technik und Vorteile

Der Holzvergaser vereint hohen Wirkungsgrad mit nachhaltiger Wärme. Erfahren Sie, wie ein Scheitholzkessel funktioniert und warum ein Pufferspeicher Pflicht ist.

## Was ist ein Holzvergaser? Ein Holzvergaserkessel — auch Scheitholzkessel genannt — ist eine der effizientesten Methoden, mit Holz zu heizen. Anders als bei einem herkömmlichen Kaminofen verbrennt ein Holzvergaser das Holz nicht einfach direkt. Stattdessen wird das Holz zunächst in brennbare Gase umgewandelt, die dann in einer separaten Brennkammer bei sehr hohen Temperaturen verbrannt werden. Dieses Prinzip der Holzvergasung sorgt für eine nahezu vollständige Verbrennung mit minimalem Schadstoffausstoß. ## Funktion: So arbeitet der Holzvergaserkessel Der Verbrennungsprozess im Holzvergaser läuft in drei Phasen ab: **Phase 1 — Trocknung und Entgasung**: Im oberen Füllraum wird das Scheitholz durch die aufsteigende Hitze getrocknet. Ab etwa 250 Grad Celsius beginnen die flüchtigen Bestandteile des Holzes auszugasen. Es entstehen brennbare Gase wie Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Methan. **Phase 2 — Vergasung**: Die Holzgase werden durch eine Keramikdüse in die untere Brennkammer geleitet. Ein Saugzuggebläse sorgt für die nötige Luftzufuhr und den kontrollierten Unterdruck im Kessel. **Phase 3 — Nachverbrennung**: In der unteren Brennkammer verbrennen die Holzgase bei Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius. Bei dieser Hitze werden fast alle Schadstoffe aufgespalten, was zu extrem sauberen Abgasen führt. ## Wirkungsgrad: Deutlich über herkömmlichen Öfen Moderne Holzvergaserkessel erreichen Wirkungsgrade von 90 bis 95 Prozent. Zum Vergleich: Ein offener Kamin kommt auf bestenfalls 15 bis 20 Prozent, ein Kaminofen auf 70 bis 80 Prozent. Der hohe Wirkungsgrad bedeutet, dass Sie mit der gleichen Menge Holz deutlich mehr Wärme erzeugen und weniger Brennstoff verbrauchen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus reichen je nach Dämmstandard 8 bis 15 Raummeter Hartholz pro Jahr. ## Pufferspeicher: Unverzichtbarer Partner Ein Holzvergaser sollte immer mit einem Pufferspeicher kombiniert werden — in vielen Bundesländern ist dies sogar Vorschrift. Der Pufferspeicher nimmt die erzeugte Wärme auf und gibt sie bei Bedarf an das Heizsystem ab. So kann der Kessel immer unter Volllast laufen, was den Wirkungsgrad maximiert und die Emissionen minimiert. Die empfohlene Pufferspeichergröße liegt bei 50 bis 100 Litern pro Kilowatt Kesselleistung. Bei einem 25-kW-Scheitholzkessel wären das 1.250 bis 2.500 Liter. Ein ausreichend dimensionierter Speicher ermöglicht es, mit ein bis zwei Abbränden pro Tag ein ganzes Haus zu beheizen. ## Vorteile auf einen Blick Der Holzvergaser bietet zahlreiche Vorteile: höchster Wirkungsgrad aller Holzheizungen, sehr niedrige Emissionen, Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und attraktive Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). RUNDHOLZ Erdtmann liefert Ihnen das passende Scheitholz in der richtigen Länge und Trockenheit — damit Ihr Holzvergaser immer optimal arbeitet.
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