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RUNDHOLZ Erdtmann
Holzpellets selber pressen: Lohnt sich das?
Pellets selber pressen mit einer eigenen Pelletpresse: Wir beleuchten Kosten, Rohstoffe und Aufwand und klären, ob sich die Eigenproduktion wirklich rechnet.
## Die Idee: Pellets selber pressen statt kaufen
Angesichts steigender Energiepreise kommt bei vielen Holzheizern der Gedanke auf, Pellets selber pressen zu wollen. Die Vorstellung klingt verlockend: Eigene Holzreste oder günstig beschafftes Sägemehl in hochwertige Holzpellets verwandeln und damit unabhängig von Lieferanten werden. Doch bevor Sie in eine Pelletpresse investieren, sollten Sie die Fakten kennen. Der Weg vom Rohstoff zum fertigen Pellet ist aufwendiger, als viele vermuten.
## Was ist eine Pelletpresse und wie funktioniert sie?
Eine Pelletpresse, auch Pelletiermaschine genannt, verdichtet feines Holzmaterial unter hohem Druck durch eine Matrize mit kleinen Bohrungen. Das Holz wird dabei so stark zusammengepresst, dass das im Holz enthaltene Lignin als natürliches Bindemittel wirkt und die Pellets ihre typische zylindrische Form erhalten. Für den Hausgebrauch werden sogenannte Flachmatrizenpressen angeboten, die zwischen 2.000 und 8.000 Euro kosten. Professionelle Ringmatrizenpressen, wie sie in der industriellen Pelletproduktion eingesetzt werden, beginnen bei etwa 15.000 Euro und können mehrere hunderttausend Euro kosten.
## Rohstoffe: Nicht jedes Holz eignet sich
Der wichtigste Faktor beim Pellets selber pressen ist das Ausgangsmaterial. Geeignet sind trockenes Sägemehl und feine Hobelspäne von Nadelhölzern wie Fichte oder Kiefer. Das Material muss eine Restfeuchte von 10 bis 15 Prozent aufweisen und darf keine Verunreinigungen wie Steine, Metall oder Rinde enthalten. Grobes Material muss vor dem Pressen in einer Hammermühle zerkleinert werden, was zusätzliche Kosten und Aufwand bedeutet. Wer keinen eigenen Zugang zu großen Mengen geeigneter Holzspäne hat, muss den Rohstoff zukaufen, was die Wirtschaftlichkeit schnell in Frage stellt.
## Kosten und Aufwand realistisch betrachtet
Rechnen wir einmal konkret: Eine brauchbare Pelletpresse für den Privatgebrauch kostet mindestens 3.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Trocknung, Zerkleinerung und Siebung des Rohmaterials. Der Stromverbrauch einer kleinen Pelletpresse liegt bei etwa 15 bis 30 kWh pro Tonne Pellets. Bei einer jährlichen Verbrauchsmenge von drei bis fünf Tonnen Pellets für ein Einfamilienhaus müssen Sie mit erheblichem Zeitaufwand rechnen. Die Leistung kleiner Pelletpressen liegt bei 50 bis 150 Kilogramm pro Stunde, sodass Sie für den Jahresvorrat mehrere Arbeitstage einplanen müssen. Dazu kommen die Wartung der Presse, der Verschleiß der Matrize und die Lagerung des Rohmaterials.
## Qualität als entscheidendes Kriterium
Industriell gefertigte Pellets nach ENplus-Standard unterliegen strengen Qualitätskontrollen hinsichtlich Durchmesser, Länge, Aschgehalt und Heizwert. Mit einer einfachen Pelletpresse ist es schwierig, diese gleichbleibende Qualität zu erreichen. Ungleichmäßige Pellets können zu Problemen im Pelletofen führen: Sie zerfallen leicht, erzeugen mehr Staub und verstopfen die Förderschnecke. Auch der Heizwert schwankt je nach Rohstoff und Pressbedingungen erheblich.
## Unser Fazit von RUNDHOLZ Erdtmann
Für die allermeisten Privatanwender lohnt sich das Pellets selber pressen wirtschaftlich nicht. Die Investitionskosten, der hohe Arbeitsaufwand und die schwankende Qualität stehen in keinem guten Verhältnis zu den erzielbaren Einsparungen. Wer hingegen einen Sägebetrieb führt oder regelmäßig große Mengen geeigneter Sägespäne anfallen hat, kann durchaus von einer eigenen Pelletproduktion profitieren. Für alle anderen empfehlen wir den Kauf zertifizierter Pellets oder den Umstieg auf bewährtes Scheitholz von RUNDHOLZ Erdtmann, das zuverlässig hohe Qualität zu fairem Preis bietet.