Tipps
RUNDHOLZ Erdtmann
Holzbeschaffung für Selbstwerber: Tipps vom Förster
Brennholz selber schlagen als Selbstwerber: Alles zu Genehmigung, Motorsäge, Sicherheit bei der Waldarbeit und Tipps für die eigene Holzbeschaffung im Forst.
## Was ist ein Selbstwerber?
Als Selbstwerber bezeichnet man Privatpersonen, die in staatlichen oder kommunalen Wäldern eigenständig Brennholz ernten dürfen. Das Holz stammt dabei in der Regel aus Durchforstungsmaßnahmen, Sturmschäden oder sogenanntem Waldrestholz, also Kronenholz und Äste, die bei der regulären Forstwirtschaft anfallen. Das Brennholz selber Schlagen ist eine bewährte Methode, um günstig an Feuerholz zu kommen. Allerdings erfordert es Fachwissen, körperliche Fitness und die richtige Ausrüstung. Bei RUNDHOLZ Erdtmann unterstützen wir sowohl Selbstwerber als auch Kunden, die lieber fertig aufbereitetes Brennholz kaufen möchten.
## Genehmigung und Anmeldung beim Forstamt
Bevor Sie zur Motorsäge greifen, benötigen Sie eine Genehmigung des zuständigen Forstamts oder der Gemeinde. In den meisten Bundesländern müssen Sie sich als Selbstwerber registrieren und einen sogenannten Holzschein erwerben. Dieser Schein legt fest, in welchem Waldstück Sie arbeiten dürfen, welche Bäume oder Baumteile Sie entnehmen können und welchen Preis Sie pro Festmeter zahlen. Die Kosten für Selbstwerberholz liegen typischerweise zwischen 20 und 40 Euro pro Festmeter, je nach Region und Holzart. Ohne gültige Genehmigung ist die Entnahme von Holz aus dem Wald Diebstahl und wird strafrechtlich verfolgt.
## Die richtige Ausrüstung für die Waldarbeit
Die Motorsäge ist das wichtigste Werkzeug des Selbstwerbers. Für die gelegentliche Brennholzernte reicht ein Modell mit 35 bis 45 Zentimetern Schwertlänge und einer Leistung von 2 bis 3,5 Kilowatt. Die Kette muss stets scharf sein, denn eine stumpfe Kette erhöht das Unfallrisiko erheblich. Neben der Motorsäge benötigen Sie einen Spalthammer oder eine Spaltaxt, Keile aus Aluminium oder Kunststoff, einen Wendehaken und gegebenenfalls eine Seilwinde für schwere Stämme.
Die persönliche Schutzausrüstung ist beim Selbstwerber Holz machen unverzichtbar. Dazu gehören Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefel, Helm mit Gehörschutz und Visier, Arbeitshandschuhe und eine Warnweste in Signalfarbe. Ohne vollständige Schutzausrüstung dürfen Sie nicht im Wald arbeiten. Viele Forstämter kontrollieren dies vor Ort und verweisen unzureichend ausgerüstete Personen.
## Motorsägenschein: Pflicht in den meisten Regionen
In fast allen Bundesländern ist ein Motorsägenschein Voraussetzung, um als Selbstwerber im Wald arbeiten zu dürfen. Dieser Kurs umfasst in der Regel zwei bis drei Tage und vermittelt die Grundlagen der sicheren Motorsägenarbeit. Auf dem Lehrplan stehen Fälltechniken, Entastung, Trennschnitte, Wartung der Motorsäge und Unfallverhütung. Die Kosten liegen zwischen 100 und 250 Euro. Angeboten werden die Kurse von Forstämtern, Landwirtschaftskammern und privaten Ausbildungsstätten.
## Sicherheit bei der Waldarbeit
Waldarbeit gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt. Arbeiten Sie niemals allein im Wald. Informieren Sie immer eine Vertrauensperson über Ihren Aufenthaltsort und die voraussichtliche Dauer Ihres Einsatzes. Führen Sie ein aufgeladenes Mobiltelefon mit und haben Sie einen Erste-Hilfe-Kasten griffbereit. Achten Sie auf die Witterungsbedingungen. Bei Sturm, Schneebruch oder starkem Regen ist die Waldarbeit zu gefährlich. Stehende tote Bäume, sogenannte Dürrständer, dürfen nur von erfahrenen Waldarbeitern gefällt werden, da sie unberechenbar brechen können.
## Vom Wald zum Holzlager
Das geschlagene Holz müssen Sie aus dem Wald abtransportieren, aufarbeiten und zum Trocknen lagern. Schneiden Sie die Stämme auf ofenfertige Länge, üblicherweise 25 bis 33 Zentimeter, und spalten Sie dickere Stücke. Lagern Sie das Holz an einem luftigen, überdachten Ort und rechnen Sie mit einer Trocknungszeit von ein bis zwei Jahren. Wer diesen Aufwand scheut, findet bei RUNDHOLZ Erdtmann fertig aufbereitetes und kammergetrocknetes Brennholz, das sofort verheizt werden kann.
## Fazit: Selbstwerben lohnt sich mit der richtigen Vorbereitung
Brennholz selber schlagen kann eine lohnende und befriedigende Tätigkeit sein, wenn Sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen. Genehmigung, Motorsägenschein, professionelle Ausrüstung und die Beachtung der Sicherheitsregeln sind unabdingbar. Planen Sie den Aufwand realistisch ein und entscheiden Sie dann, ob sich das Selbstwerben für Sie rechnet.