Nachhaltigkeit
RUNDHOLZ Erdtmann
Holzasche als Dünger: Anwendung und Dosierung
Holzasche als Dünger im Garten: Erfahren Sie alles über Nährstoffe, richtige Dosierung, pH-Wert-Wirkung und worauf Sie bei Asche achten müssen.
## Holzasche im Garten: Wertvoller Rohstoff statt Abfall
Jeder, der mit Holz heizt, kennt das Thema: Wohin mit der Asche? Die gute Nachricht ist, dass reine Holzasche ein wertvoller Dünger sein kann, der wichtige Nährstoffe enthält und den Boden verbessert. Doch Vorsicht ist geboten, denn nicht jede Asche eignet sich für den Garten, und die richtige Dosierung ist entscheidend. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Holzasche sinnvoll als Dünger einsetzen.
## Nährstoffe in Holzasche: Was steckt drin?
Holzasche enthält eine beachtliche Menge wertvoller Mineralstoffe. Allen voran Kalium, das als wichtiger Pflanzennährstoff das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit fördert. Je nach Holzart enthält Asche zwischen 5 und 15 Prozent Kaliumoxid. Darüber hinaus finden sich Calcium, Magnesium und Phosphor in relevanten Mengen. Spurenelemente wie Mangan, Eisen und Zink runden das Nährstoffprofil ab. Was Holzasche allerdings nicht enthält, ist Stickstoff, denn dieser verflüchtigt sich bei der Verbrennung vollständig.
## pH-Wert: Holzasche als natürlicher Kalkersatz
Eine der wichtigsten Eigenschaften von Holzasche ist ihre stark alkalische Wirkung. Mit einem pH-Wert zwischen 11 und 13 wirkt sie ähnlich wie Kalk und kann saure Böden neutralisieren. Das ist besonders nützlich für Pflanzen, die einen neutralen bis leicht alkalischen Boden bevorzugen, wie Tomaten, Kohl oder Lavendel. Auf bereits kalkhaltigen oder neutralen Böden sollten Sie Holzasche dagegen nur sehr sparsam oder gar nicht einsetzen, da eine Überalkalisierung die Nährstoffaufnahme der Pflanzen hemmen kann.
## Dosierung: Weniger ist mehr
Bei der Ausbringung von Holzasche gilt der Grundsatz, dass weniger mehr ist. Als Faustregel empfehlen Experten maximal 200 bis 300 Gramm Holzasche pro Quadratmeter und Jahr. Das entspricht etwa zwei bis drei Handvoll. Verteilen Sie die Asche gleichmäßig auf dem Beet und arbeiten Sie sie leicht in den Boden ein. Am besten eignet sich das Frühjahr für die Ausbringung, damit die Nährstoffe für die kommende Wachstumsperiode verfügbar sind. Eine Überdosierung kann den Boden übersalzen und Pflanzen schädigen.
## Vorsicht: Nicht jede Asche gehört in den Garten
Verwendbar ist ausschließlich Asche von naturbelassenem, unbehandeltem Holz. Asche von lackiertem, lasiertem oder druckimprägniertem Holz enthält Schwermetalle und giftige Substanzen und gehört in den Restmüll. Ebenso ungeeignet ist Asche von Kohle, Briketts oder Grillkohle. Auch Zeitungspapier und bedruckte Pappe können Schadstoffe hinterlassen. Verwenden Sie daher nur Asche aus der Verbrennung von reinem Scheitholz, Holzbriketts aus Naturholz oder unbehandelten Holzresten.
## Weitere Anwendungen für Holzasche
Neben der Düngung eignet sich Holzasche auch zum Kompostieren. Eine dünne Schicht zwischen den Kompostlagen beschleunigt die Zersetzung und reguliert den pH-Wert. Im Winter kann Holzasche als umweltfreundlicher Streustoff auf vereisten Wegen dienen. Auch als Schneckenschutz um Beete herum hat sich eine dünne Aschespur bewährt.
Bei RUNDHOLZ Erdtmann achten wir darauf, dass unser Brennholz ausschließlich aus naturbelassenem Holz besteht. So können Sie die anfallende Asche bedenkenlos im Garten verwenden und schließen den natürlichen Kreislauf.