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Dauerbrandofen: Was bedeutet Dauerbrand wirklich?

Dauerbrandofen erklärt: Was Dauerbrand beim Kaminofen wirklich bedeutet, welche Prüfnorm dahintersteckt und welche Missverständnisse verbreitet sind.

## Der Begriff Dauerbrand sorgt für Verwirrung Kaum ein Begriff aus der Welt der Kaminöfen wird so häufig missverstanden wie 'Dauerbrand'. Viele Verbraucher glauben, ein Dauerbrandofen könne über viele Stunden ohne Nachlegen brennen und die ganze Nacht hindurch Wärme spenden. Diese Vorstellung ist verständlich, führt aber regelmäßig zu Enttäuschungen. Der Begriff Dauerbrand ist eine technische Klassifizierung, die aus der Prüfnorm stammt und wenig mit dem alltäglichen Sprachverständnis zu tun hat. Bei RUNDHOLZ Erdtmann möchten wir Ihnen erklären, was ein Dauerbrandofen tatsächlich leistet und wo die Grenzen liegen. ## Die Prüfnorm hinter dem Dauerbrand Die Bezeichnung Dauerbrand ist in der DIN EN 13240 und der DIN EN 13229 geregelt. Ein Kaminofen darf sich Dauerbrandofen nennen, wenn er bei einer Prüfung nachweist, dass die Glut nach dem Abbrand mindestens vier Stunden lang gehalten wird, ohne dass Brennstoff nachgelegt werden muss. Dabei wird der Ofen mit einer definierten Menge Brennstoff beladen, und nach Ablauf der vier Stunden muss noch eine ausreichende Grundglut vorhanden sein, um neues Brennmaterial zu entzünden. Wichtig zu wissen: Diese Prüfung wird in der Regel mit Kohle oder Briketts durchgeführt, nicht mit Scheitholz. ## Dauerbrand ist nicht gleich Dauerbetrieb Ein häufiges Missverständnis besteht darin, Dauerbrand mit Dauerbetrieb zu verwechseln. Dauerbetrieb bedeutet, dass ein Ofen für den ununterbrochenen Betrieb zugelassen ist, also rund um die Uhr befeuert werden darf. Diese Eigenschaft hat nichts mit der Fähigkeit zu tun, die Glut über einen bestimmten Zeitraum zu halten. Viele Kaminöfen sind sowohl für Dauerbetrieb als auch für Zeitbrand geeignet, ohne als Dauerbrandofen klassifiziert zu sein. Umgekehrt muss ein Dauerbrandofen nicht zwangsläufig für Dauerbetrieb zugelassen sein. ## Zeitbrandofen versus Dauerbrandofen Das Gegenstück zum Dauerbrandofen ist der Zeitbrandofen. Bei einem Zeitbrandofen muss die Glut bei der Prüfung lediglich 45 Minuten gehalten werden. In der Praxis bedeutet das, dass ein Zeitbrandofen häufiger mit Brennstoff beschickt werden muss. Die meisten modernen Kaminöfen für Scheitholz sind Zeitbrandöfen, denn Holz brennt naturgemäß schneller ab als Kohle. Das macht sie keineswegs schlechter. Ein gut konstruierter Zeitbrandofen mit hohem Wirkungsgrad kann durchaus effizienter heizen als ein mittelmäßiger Dauerbrandofen. ## Was bedeutet das für Scheitholz? Wer ausschließlich mit Scheitholz heizt, wird die Dauerbrandeigenschaft in der Praxis kaum nutzen können. Holz verbrennt bei optimaler Luftzufuhr relativ zügig und hinterlässt eine Glutphase, die selten länger als zwei Stunden andauert. Die Vierstunden-Dauerbrandprüfung wird mit Kohle bestanden, nicht mit Holz. Wenn Sie also einen Ofen suchen, der über Nacht Wärme spendet, ist ein Speicherofen mit Speckstein oder Keramikverkleidung die bessere Wahl. Diese Öfen speichern die Wärme im Material und geben sie über sechs bis acht Stunden gleichmäßig ab, ganz ohne Glut. ## Worauf Sie beim Kauf achten sollten Lassen Sie sich nicht allein von der Bezeichnung Dauerbrandofen leiten. Prüfen Sie stattdessen, welchen Brennstoff Sie bevorzugen. Für reinen Holzbetrieb ist ein hochwertiger Zeitbrandofen mit guter Speichermasse oft die sinnvollere Investition. Achten Sie auf den Wirkungsgrad, die Nennwärmeleistung und die Verarbeitungsqualität. Fragen Sie gezielt nach der zugelassenen Brennstoffart und der maximalen Brenndauer pro Holzauflage. ## Fazit: Dauerbrand richtig einordnen Der Begriff Dauerbrand beschreibt lediglich die Fähigkeit eines Ofens, die Glut über vier Stunden zu halten, geprüft mit Kohle. Für Scheitholz-Heizer hat diese Klassifizierung eine begrenzte Aussagekraft. Setzen Sie auf hochwertiges, kammergetrocknetes Brennholz von RUNDHOLZ Erdtmann und einen Ofen mit gutem Wirkungsgrad, dann heizen Sie effizient und behaglich, ganz unabhängig vom Prüfsiegel.
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