Technik
RUNDHOLZ Erdtmann
Brennholz Wassergehalt: Tabelle und Richtwerte
Brennholz Wassergehalt verstehen: Unterschied zwischen w% und u%, Tabelle mit Richtwerten und die Auswirkung auf den Heizwert.
## Warum der Wassergehalt beim Brennholz entscheidend ist
Der Wassergehalt von Brennholz ist einer der wichtigsten Faktoren für effizientes Heizen. Frisch geschlagenes Holz enthält je nach Baumart zwischen 40 und 60 Prozent Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht. Dieses Wasser muss beim Verbrennen erst verdampft werden, bevor die eigentliche Energiefreisetzung beginnt. Das kostet nicht nur Energie, sondern führt auch zu niedrigeren Brennraumtemperaturen, verstärkter Rauchentwicklung und erhöhtem Feinstaubausstoß. Bei RUNDHOLZ Erdtmann achten wir deshalb konsequent darauf, dass unser Brennholz einen optimalen Trocknungsgrad erreicht.
## Der Unterschied zwischen Wassergehalt w% und Holzfeuchte u%
In der Praxis werden zwei verschiedene Maßeinheiten verwendet, die häufig verwechselt werden. Der Wassergehalt w% bezieht sich auf das Gesamtgewicht des feuchten Holzes. Er gibt an, welchen Anteil das Wasser am Gesamtgewicht hat. Die Holzfeuchte u% dagegen bezieht sich auf die Trockenmasse des Holzes, also das reine Holzgewicht ohne Wasser. Dadurch kann die Holzfeuchte u% Werte über 100 Prozent erreichen, was auf den ersten Blick verwirrend wirkt. Ein Wassergehalt von 20 w% entspricht einer Holzfeuchte von etwa 25 u%. Für die Praxis gilt: Die gesetzliche Obergrenze für Brennholz liegt bei 25 Prozent Holzfeuchte (u%) beziehungsweise 20 Prozent Wassergehalt (w%).
## Holz Feuchtigkeit Tabelle: Richtwerte im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt typische Werte für verschiedene Trocknungszustände von Brennholz. Frisch geschlagenes Holz hat einen Wassergehalt von 45 bis 60 w%, was einer Holzfeuchte von 80 bis 150 u% entspricht. Der Heizwert liegt hier nur bei etwa 1,7 bis 2,3 kWh pro Kilogramm. Nach einem Jahr Lufttrocknung sinkt der Wassergehalt auf 25 bis 35 w%, die Holzfeuchte auf 33 bis 54 u% und der Heizwert steigt auf 2,9 bis 3,4 kWh pro Kilogramm. Nach zwei Jahren Lufttrocknung erreicht das Holz 15 bis 20 w% Wassergehalt, entsprechend 18 bis 25 u% Holzfeuchte, mit einem Heizwert von 3,6 bis 4,0 kWh pro Kilogramm. Kammergetrocknetes Holz wie das von RUNDHOLZ Erdtmann erreicht Werte von 10 bis 15 w% Wassergehalt, also 11 bis 18 u% Holzfeuchte, und bietet einen optimalen Heizwert von 4,0 bis 4,2 kWh pro Kilogramm.
## Auswirkung der Holzfeuchtigkeit auf den Heizwert
Der Zusammenhang zwischen Wassergehalt und Heizwert ist dramatisch. Holz mit 50 w% Wassergehalt liefert nur etwa die Hälfte der Wärmeenergie im Vergleich zu gut getrocknetem Holz mit 15 w%. Das bedeutet: Sie benötigen doppelt so viel feuchtes Holz, um die gleiche Wärmemenge zu erzeugen. Zusätzlich schädigt feuchtes Holz Ihren Ofen und Schornstein. Der Wasserdampf kondensiert an kühlen Stellen im Abgassystem und bildet zusammen mit Ruß und Teer aggressive Ablagerungen, den sogenannten Glanzruß. Dieser kann im schlimmsten Fall zu einem Schornsteinbrand führen.
## So messen Sie den Wassergehalt richtig
Ein elektronisches Holzfeuchtemessgerät ist eine sinnvolle Investition für jeden Kaminbesitzer. Spalten Sie das Holzscheit und messen Sie an der frischen Schnittfläche in der Mitte des Holzes. Oberflächenmessungen sind unzuverlässig, da die äußeren Schichten schneller trocknen als der Kern. Gute Messgeräte kosten zwischen 20 und 50 Euro und zeigen die Holzfeuchte in u% an.
## Unser Qualitätsversprechen
Bei RUNDHOLZ Erdtmann wird jede Charge Brennholz vor der Auslieferung auf ihren Wassergehalt geprüft. Unser kammergetrocknetes Scheitholz hält konstant Werte unter 18 u% Holzfeuchte ein. So können Sie sicher sein, dass Sie maximalen Heizwert und saubere Verbrennung erhalten.