Nachhaltigkeit
RUNDHOLZ Erdtmann
Brennholz und Klimawandel: Chancen und Risiken
Brennholz und Klimawandel: Wie wirken sich Trockenheit und Waldbrände auf die Holzversorgung aus? CO2-Bilanz, Risiken und Chancen beim Heizen mit Holz im Überblick.
## Klimawandel verändert unsere Wälder
Der Klimawandel macht auch vor Deutschlands Wäldern nicht halt. Steigende Temperaturen, längere Trockenperioden und häufigere Extremwetterereignisse setzen den Baumbeständen massiv zu. Für alle, die mit Brennholz heizen, stellt sich daher die berechtigte Frage: Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Holzversorgung, und ist das Heizen mit Holz unter diesen Bedingungen noch sinnvoll?
Die Dürrejahre 2018, 2019 und 2020 haben gezeigt, wie verwundbar insbesondere Fichtenwälder sind. Borkenkäferbefall und Trockenschäden haben in weiten Teilen Deutschlands zu einem massiven Fichtensterben geführt. Auch Buchen zeigten in vielen Regionen erstmals deutliche Trockenschäden mit vorzeitigem Laubfall und abgestorbenen Kronenteilen.
## Waldbrände: Eine wachsende Gefahr
Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Trockenheit wächst auch in Deutschland das Waldbrandrisiko. Besonders gefährdet sind die kiefernreichen Wälder Brandenburgs und Niedersachsens. Längere Hitzeperioden im Sommer trocknen den Waldboden aus und schaffen ideale Bedingungen für Feuer. Waldbrände vernichten nicht nur wertvolle Ökosysteme, sondern reduzieren auch das verfügbare Holzangebot.
Allerdings ist die Waldbrandsituation in Deutschland nicht mit der in Südeuropa oder Nordamerika vergleichbar. Durch engmaschige Überwachung und schnelle Einsatzkräfte können die meisten Brände hierzulande frühzeitig eingedämmt werden. Dennoch: Die Tendenz ist steigend, und die Forstwirtschaft muss sich anpassen.
## Die CO2-Bilanz von Brennholz: Klimaneutral oder nicht?
Das Heizen mit Holz wird oft als klimaneutral bezeichnet, weil beim Verbrennen nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Diese Rechnung stimmt grundsätzlich, greift aber zu kurz. Entscheidend ist die Gesamtbilanz: Transport, Aufarbeitung und der Zeitfaktor spielen eine Rolle. Ein gefällter Baum setzt sein CO2 sofort frei, braucht aber Jahrzehnte zum Nachwachsen.
Trotzdem bleibt Brennholz gegenüber fossilen Energieträgern klar im Vorteil. Erdgas und Heizöl setzen CO2 frei, das seit Millionen Jahren im Boden gebunden war, und erhöhen damit den Gesamtgehalt an Kohlenstoff in der Atmosphäre dauerhaft. Holz hingegen ist Teil des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs, solange die Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden.
## Chancen: Waldumbau liefert Brennholz
Der notwendige Waldumbau von anfälligen Monokulturen hin zu klimaresilienten Mischwäldern bietet eine Chance für den Brennholzmarkt. Beim Umbau fallen große Mengen an Holz an, das als Brennholz genutzt werden kann. Insbesondere das geschädigte Fichtenholz wird verstärkt als Energieholz vermarktet. Gleichzeitig sorgt die Pflanzung klimaangepasster Baumarten wie Douglasie, Traubeneiche und Elsbeere für zukunftsfähige Wälder.
## Was bedeutet das für Verbraucher?
Für Verbraucher, die mit Holz heizen, ergeben sich aus dem Klimawandel sowohl Risiken als auch Chancen. Kurzfristig kann das Angebot an bestimmten Holzarten schwanken, und Preise können steigen. Langfristig wird die nachhaltige Waldwirtschaft dafür sorgen, dass Brennholz als regionaler und erneuerbarer Energieträger verfügbar bleibt. Bei RUNDHOLZ Erdtmann setzen wir konsequent auf Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und tragen so aktiv zum Klimaschutz bei. Wer regional kauft, vermeidet lange Transportwege und verbessert die CO2-Bilanz seines Brennholzes zusätzlich.