Brennholz richtig lagern — 7 Tipps vom Profi
Richtig gelagertes Brennholz trocknet schneller, schimmelt nicht und behält seinen vollen Heizwert. Unsere 7 Profi-Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Holz optimal aufbewahren.
So lagern Sie Brennholz richtig
Auch das beste Brennholz verliert an Qualität, wenn es falsch gelagert wird. Feuchtigkeit, Schimmel und Schädlinge können aus Premium-Holz minderwertiges Heizmaterial machen. Mit unseren sieben Tipps stellen Sie sicher, dass Ihr Brennholz perfekt durchtrocknet und seinen vollen Heizwert behält.
Tipp 1: Den richtigen Standort wählen
Lagern Sie Ihr Brennholz an einem luftigen, sonnigen Platz. Die Südseite des Hauses oder einer Mauer ist ideal — hier scheint die Sonne am längsten und der Wind trocknet das Holz von allen Seiten. Vermeiden Sie schattige, feuchte Ecken, in denen sich Staunässe bilden kann.
Tipp 2: Abstand zur Hauswand halten
Stapeln Sie das Holz mindestens 10–15 cm von der Hauswand entfernt. So kann die Luft auch hinter dem Stapel zirkulieren und Feuchtigkeit wird nicht an die Fassade übertragen. Das schützt sowohl Ihr Holz als auch Ihre Hauswand vor Schimmelbildung.
Tipp 3: Vom Boden fernhalten
Brennholz darf niemals direkt auf dem Erdboden liegen. Verwenden Sie Paletten, Kanthölzer oder spezielle Brennholzregale als Unterlage. So kann Feuchtigkeit von unten nicht ins Holz aufsteigen und die Luft zirkuliert auch unter dem Stapel.
Tipp 4: Richtig stapeln
Stapeln Sie die Scheite mit der Rinde nach oben — die Rinde wirkt als natürlicher Regenschutz. Achten Sie auf einen stabilen, aber nicht zu dicht gepackten Stapel. Kleine Lücken zwischen den Scheiten fördern die Luftzirkulation und damit die Trocknung.
Tipp 5: Von oben schützen, seitlich offen lassen
Decken Sie den Holzstapel nur von oben ab — zum Beispiel mit einer Plane, einem Wellblech oder einem kleinen Schleppdach. Wichtig: Die Seiten müssen offen bleiben! Wird das Holz komplett eingepackt, staut sich die Feuchtigkeit und Schimmel entsteht. Eine vollständig geschlossene Plane ist der häufigste Fehler bei der Brennholzlagerung.
Tipp 6: Frisches und trockenes Holz trennen
Mischen Sie niemals frisch geschlagenes mit bereits getrocknetem Holz. Das frische Holz gibt Feuchtigkeit ab, die vom trockenen Holz wieder aufgenommen wird. Lagern Sie verschiedene Jahrgänge getrennt und verbrauchen Sie immer zuerst das älteste Holz (First-in-First-out-Prinzip).
Tipp 7: Die richtige Trocknungsdauer einplanen
Je nach Holzart braucht Brennholz unterschiedlich lange zum Trocknen:
- Weichholz (Fichte, Kiefer): ca. 1 Jahr
- Birke: ca. 1–1,5 Jahre
- Buche, Esche: ca. 1,5–2 Jahre
- Eiche: ca. 2–3 Jahre
Kammergetrocknetes Brennholz, wie Sie es bei RUNDHOLZ Erdtmann erhalten, hat bereits eine Restfeuchte unter 20 % und kann sofort verheizt werden. Das spart Ihnen die Wartezeit und den Platz für die Trocknung.
Bonus-Tipp: Restfeuchte regelmäßig messen
Investieren Sie in ein Holzfeuchte-Messgerät (ab ca. 15 € im Baumarkt). Damit können Sie jederzeit prüfen, ob Ihr Holz ofenfertig ist. Spalten Sie dazu ein Scheit und messen Sie im frischen Bruch — die Oberfläche allein ist nicht aussagekräftig. Der Wert sollte unter 20 % liegen, idealerweise zwischen 15 und 18 %.
Mit der richtigen Lagerung holen Sie das Maximum aus Ihrem Brennholz heraus — für wohlige Wärme und effizientes Heizen den ganzen Winter lang.