Ratgeber
RUNDHOLZ Erdtmann
Brennholz für Einsteiger: Der komplette Leitfaden
Der ultimative Brennholz-Leitfaden für Anfänger: Welche Holzart wählen, wie viel kaufen, richtig lagern und den Ofen optimal anzünden.
## Brennholz für Einsteiger: Alles, was Sie zum Heizen mit Holz wissen müssen
Sie haben einen Kaminofen angeschafft und möchten nun mit Holz heizen? Herzlichen Glückwunsch — Sie haben eine hervorragende Entscheidung getroffen. Damit der Einstieg gelingt, haben wir diesen kompletten Leitfaden zusammengestellt. Von der Wahl der richtigen Holzart über die Lagerung bis zum perfekten Anzünden erfahren Sie hier alles, was Brennholz-Einsteiger wissen müssen.
## Die richtige Holzart wählen
Nicht jedes Holz brennt gleich gut. Für Anfänger beim Holz heizen ist die Unterscheidung zwischen Hart- und Weichholz entscheidend. Hartholz wie Buche, Eiche und Esche hat einen hohen Heizwert und brennt langsam und gleichmäßig — ideal für lange, wohlige Wärme. Weichholz wie Fichte, Kiefer und Tanne entzündet sich schneller, brennt aber auch rascher ab.
Für den Alltag empfehlen wir Brennholz-Einsteigern Buchenholz als Standardbrennstoff. Es hat einen Heizwert von rund 2.100 kWh pro Raummeter, entwickelt eine schöne Flamme und hinterlässt wenig Rückstände. Zum Anfeuern eignet sich Nadelholz hervorragend, da es schnell hohe Temperaturen erreicht.
## Die richtige Menge berechnen
Wie viel Brennholz brauchen Sie? Als Faustregel gilt: Für einen durchschnittlichen Kaminofen, der regelmäßig an Herbst- und Winterabenden genutzt wird, benötigen Sie etwa 3 bis 5 Raummeter pro Saison. Wer seinen Ofen als Hauptheizung nutzt, sollte mit 8 bis 12 Raummetern rechnen.
Achten Sie beim Kauf auf die korrekte Maßeinheit. Ein Raummeter (Ster) entspricht aufgeschichtetem Holz im Maß 1 × 1 × 1 Meter. Ein Schüttraummeter dagegen ist lose geschüttetes Holz und enthält deutlich weniger Holzmasse. Klären Sie dies vor dem Kauf, um Überraschungen zu vermeiden.
## Brennholz richtig lagern
Die Lagerung ist für Holz heizen Anfänger oft die größte Herausforderung. Frisch geschlagenes Holz hat einen Wassergehalt von 40 bis 60 Prozent und muss mindestens zwei Jahre trocknen, bevor es verbrannt werden darf. Der gesetzlich erlaubte Höchstwert liegt bei 25 Prozent Restfeuchte.
Der ideale Lagerplatz ist regengeschützt, sonnig und gut belüftet. Stapeln Sie das Holz auf einer Unterlage — Paletten eignen sich hervorragend — damit keine Bodenfeuchtigkeit aufsteigt. Zwischen Holzstapel und Wand sollten mindestens 10 Zentimeter Abstand sein, damit die Luft zirkulieren kann. Decken Sie die Oberseite ab, lassen Sie die Seiten aber offen.
## Den Ofen richtig anzünden
Viele Einsteiger machen den Fehler, das Feuer von unten zu entzünden. Bewährt hat sich die Methode von oben: Legen Sie zwei bis drei größere Scheite als Basis, darüber kreuzweise Anzündholz und ganz oben zwei Anzünder. So brennt das Feuer von oben nach unten und entwickelt schneller die nötige Temperatur.
Öffnen Sie die Luftzufuhr Ihres Ofens beim Anzünden vollständig. Erst wenn das Feuer gut etabliert ist — nach etwa 15 bis 20 Minuten — können Sie die Luftzufuhr schrittweise reduzieren. So erreichen Sie eine saubere Verbrennung und holen das Maximum an Wärme aus Ihrem Brennholz heraus.
## Unser Tipp für Einsteiger
Beginnen Sie mit hochwertigem, kammergetrocknetem Brennholz. So vermeiden Sie Anfängerfehler durch zu feuchtes Holz und lernen Ihren Ofen unter optimalen Bedingungen kennen. Bei RUNDHOLZ Erdtmann beraten wir Sie gerne zur passenden Holzart und Menge für Ihren Bedarf.