Ratgeber RUNDHOLZ Erdtmann

Baumarten erkennen: Holz richtig bestimmen

Holzarten erkennen leicht gemacht: Lernen Sie, Baumarten anhand von Rinde, Maserung, Farbe und Gewicht sicher zu bestimmen – mit praktischen Tipps vom Fachmann.

## Warum das Erkennen von Holzarten wichtig ist Wer regelmäßig mit Holz arbeitet oder Brennholz kauft, sollte die gängigsten Holzarten erkennen können. Die Fähigkeit, Baumarten zu bestimmen, hilft nicht nur beim Einkauf, sondern auch bei der richtigen Verwendung: Jede Holzart hat spezifische Eigenschaften, die sie für bestimmte Zwecke besonders geeignet machen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen die wichtigsten Merkmale, anhand derer Sie Holzarten sicher erkennen. ## Die Rinde: Erster Anhaltspunkt zur Bestimmung Die Rinde ist oft das auffälligste Unterscheidungsmerkmal. Buchenrinde ist glatt und silbergrau – sie behält diese Eigenschaft auch im hohen Alter bei. Eichenrinde hingegen ist tief gefurcht und dunkelbraun bis grau. Birkenrinde fällt durch ihre charakteristische weiße Farbe auf und lässt sich in dünnen Streifen abziehen. Kiefernrinde ist in den oberen Bereichen orangerot und dünn, am Stammfuß dagegen dick und schuppig graubraun. Bei bereits gespaltenem Brennholz fehlt die Rinde häufig oder ist nur noch teilweise vorhanden. Dann müssen andere Merkmale herangezogen werden, um die Baumarten zu bestimmen. ## Maserung und Struktur: Der Blick ins Holz Die Maserung verrät viel über die Holzart. Eichenholz zeigt deutlich sichtbare, grobe Poren und ausgeprägte Jahresringe. Die sogenannten Markstrahlen sind als helle Streifen im Querschnitt erkennbar. Buchenholz hat eine feinere, gleichmäßigere Struktur mit kleinen, kaum sichtbaren Poren. Charakteristisch sind die rötlichen Markstrahlen, die im Radialschnitt als kleine Spiegel erscheinen. Nadelholz erkennen Sie an den deutlichen Jahresringen mit hellem Frühholz und dunklem Spätholz. Fichtenholz hat eine relativ gleichmäßige Maserung mit wenig Harzkanälen, während Kiefernholz stärker harzt und eine lebendigere Zeichnung aufweist. ## Farbe: Vom hellen Ahorn bis zur dunklen Eiche Die Holzfarbe ist ein weiteres wichtiges Bestimmungsmerkmal. Ahornholz ist nahezu weiß bis gelblich, Birkenholz ist hell gelblich-weiß. Buchenholz zeigt einen rötlich-weißen Ton, der mit der Zeit nachdunkelt. Eichenholz ist gelbbraun und wird unter Lichteinfluss deutlich dunkler. Kirschbaumholz besticht durch einen warmen rötlich-braunen Farbton, der es zu einem der schönsten einheimischen Hölzer macht. Beachten Sie, dass frisch geschnittenes Holz oft anders aussieht als gelagertes. Viele Holzarten dunkeln unter UV-Einwirkung nach, manche verändern ihren Farbton erheblich. ## Gewicht und Härte: Die haptische Probe Das Gewicht eines Holzstücks gibt Aufschluss über seine Dichte und damit über die Holzart. Schwere Hölzer wie Eiche, Buche und Esche haben eine hohe Rohdichte und eignen sich hervorragend als Brennholz. Leichte Hölzer wie Fichte, Tanne und Pappel sind deutlich weniger dicht. Ein einfacher Test: Kratzen Sie mit dem Fingernagel über die Hirnholzfläche. Bei Weichhölzern hinterlassen Sie leicht eine Spur, bei Harthölzern ist das kaum möglich. ## Geruch: Das unterschätzte Merkmal Viele Holzarten haben einen charakteristischen Geruch, besonders wenn das Holz frisch geschnitten oder angefeuchtet wird. Kiefernholz riecht intensiv harzig, Eichenholz hat einen leicht säuerlichen Duft, und Zedernholz verströmt ein unverwechselbares würziges Aroma. Bei RUNDHOLZ Erdtmann beraten wir Sie gerne persönlich zur Bestimmung und Auswahl der richtigen Holzarten für Ihren Bedarf.
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